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Jahresbericht 2018

Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende.

Liebe Tierfreunde!

Bevor ich mit meinem Jahresbericht beginne möchte ich festhalten, dass jeder einzelne von euch gespendete Euro wirklich ausschließlich für Tiere im Kampf gegen Tierleid verwendet wird. Ich werde oft gefragt, wer unsere Reisekosten bezahlt.
Unsere Reisen nach Rhodos und unsere Aufenthalte vor Ort finanzieren wir ausschließlich selbst!

 

Am 14. Februar 2018 wurde unser Verein “Cats Club Kalithea” gegründet. Wir wollten unsere Tätigkeiten auf eine rechtlich korrekte Basis stellen, weshalb es zur Gründung kam. 
Wenn ich nun “Alles” schreiben würde, was in diesem Jahr passiert ist, würde es den Rahmen sprengen.
Ich möchte aber trotzdem im Zeitraffer einen Überblick bringen, wo geholfen werden konnte.

Als wir im Mai 2018 auf der Insel gelandet sind wurden wir sehnsüchtig erwartet und wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Volontäre vor Ort bei ihrer tagtäglichen Arbeit aktiv unterstützten konnten. Wir hatten natürlich auch genug Futter im Gepäck und Geld um Tierarztrechnungen zu begleichen.

Während unserem Aufenthalt erreichte uns der erste große Hilferuf von Mara, einer beherzten Tierschützerin aus Rhodos Stadt. In der Altstadt wurde ein Hundebaby ausgesetzt für das ein guter Platz gesucht werden würde, da es ansonsten ins Tierheim müsste und dies für ein solch kleines Wesen nur Stress bedeuten würde. Während ich meine Gedanken ordnete viel mir ein, dass eine befreundete Kollegin zu ihrem Hund Sam unbedingt einen zweiten haben wollte. Dieser sollte die Farbe „schwarz haben und mittelgroß bis groß im Wuchs sein“. Unser Baby erfüllte die Voraussetzungen und „Nike“ wurde von Dani und ihrer Familie adoptiert und wir haben sie in einer „24-Stunden-Aktion“ in ihre neue Heimat geholt. Nun lebt Nike glücklich und zufrieden an der Seite von Sam und ihren Lebensmenschen.

Kurz nachdem wir Nike in Sicherheit wussten kam der nächste Hilferuf von Mara. Die Schwester von Nike wurde ebenfalls sich selbst überlassen in keinem guten Zustand in der Altstadt von Rhodos aufgefunden. Hilfe war dringend notwendig. Dani und ihre Familie boten Hilfe an, damit auch „Hera“ in ein sicheres Leben blicken konnte. Bernadette und Mario entschlossen sich, Hera dieses Leben zu bieten.

Nun begann das große Problem, Jemanden zu finden, der Hera mit in ihre neue Heimat nach Österreich holt. Brigitte und Kostas baten ihre Hilfe an, die wir leider nicht annehmen konnten, da Hera für die Kabine schon zu groß war. Dank der Unterstützung von Gaby und ihrer Tochter konnte Hera im Juli in ihrer neuen Heimat landen. Sie wird nicht nur von ihrem Hundepartner und ihren Lebensmenschen geliebt. Hera hat auch Kontakt zu ihrer Schwester Nike und das ist großartig.

Der Kontakt zu Brigitte und Kostas blieb und sie fragten in eigener Sache an, wie einer kleinen Katze, die im Müll nach Nahrung suchte, geholfen werden kann. Die beiden bekamen alle Informationen die sie brauchten und wurden eigeninitiativ. Sie ermöglichten „Ixy“ ein glückliches Leben in der Südsteiermark. Hier zeigt sich, dass gerade auch durch Eigeninitiative und Engagement Tieren geholfen werden kann!

In der Zwischenzeit kam von unserer Heidi die Frage, ob wir einem kleinen armen Kätzchen helfen können. „Nova“ wurde von Hand aufgezogen und hatte keinen Kontakt zu Artgenossen. Als Nova alt genug war, versuchte man die Eingliederung, die leider nicht funktionierte. Somit war klar, Nova braucht einen Einzelplatz und wir machten uns auf die Suche. Für Martina war es Liebe auf den ersten Blick und sie wollte Nova unbedingt adoptieren. Somit wurde für Nova ihr Reisköfferchen gepackt und Gaby stand uns als Flugpatin zur Verfügung. Da Martina schon Urlaub geplant hatte kam Nova noch für einige Tage zu mir und das ungewöhnliche passierte: Sie mochte meine griechischen Stubentiger. Nun lebt Nova glücklich mit Martina und vielleicht bekommt sie ja eines Tages einen griechischen Freund als Spielkameraden.

Die nächste Bitte um Hilfe kam von Marion, die ich schon seit vielen Jahren persönlich kenne. Ihre Tochter machte mit Freunden Urlaub auf Kreta. Im Appartement gab es einen entzückenden Hund, den Zoe gerne adoptiert hätte. Hier konnte ich einen freundschaftlichen Kontakt zu unserer Tierärztin Antonia vom Tierärzte Pool Arche Noha“ nutzen die uns dabei unterstütze, dass „Lio“ seinen Koffer packen nd in seine neue Heimat reisen konnte. Lio absolviert die Hundeschule und macht seiner Familie viel Freude.

Von Andrea kam ein spezielles Ersuchen um Unterstützung. Es ging um ein entzückendes weißes Katzenmädchen, das wie viele weiße Katzen leider taub ist, und in Freiheit keine Überlebenschance hätte. Für Kätzchen mit körperlichen Beeinträchtigungen ist es besonders schwierig, Lebensmenschen zu finden. Nicht so bei „Stubs“. Michelle hatte sich sofort in Stubs verliebt und störte sich nicht daran, dass Stubs taub ist. Die Beiden führen nun ein harmonisches Leben in Berlin.

Zwischen all diesen Ereignissen immer wieder Anrufe von Urlaubern auf der Insel, die mit kranken Tieren konfrontiert waren und hofften, dass es eine Art „Tierrettung“ gibt, die losfahren und sich um die Tiere kümmern kann. Hier blutet einem Tierschützer das Herz sagen zu müssen, dass dem jeweiligen Tier nur durch Eigenengagement geholfen werden kann. BITTE wendet euch an den nächstgelegenen TIERARZT. Eine Liste mit den Tierärzten auf der Insel inklusive Adressangabe und Telefonnummer ist auf unserer Facebook-Seite abrufbar oder kann bei mir angefragt werden.

Der Tierschutz auf der Insel wird ausschließlich durch Volontäre, die meisten davon sind Vollzeitbeschäftigt, geleistet. Es gibt keine wie auch immer geartete finanzielle Entschädigung und der Einsatz bedeutet für jede/n Einzelne/n meist 365 Tage Einsatz im Jahr. HERZLICHEN Dank an Alle vor Ort, die diese hervorragende Arbeit leisten.

Das „Higlight“ schlecht hin war der „Charity Day“ am 2.9.2018 in Maria Taferl bei dem wir mitwirken durften und Dank der hervorragenden Leistung von „Mark und seinen Tattoofreunden“ sowie den Mitgliedern der Band „The Ridin Dudes“ eine tolle Spende für unseren Verein erhalten haben, der unsere Arbeit ungleich erleichtert. Danke, dass es Menschen wie euch gibt!

Während unserem Aufenthalt im September war die psychische Belastung selbst für uns, die wir nur temporär vor Ort sind, extrem. Kranke Katzenbabys ohne Ende, ungewiss, ob sie überleben werden…

In unserem Katzenkindergarten befanden sich leider auch viele kränkliche Kätzchen. Bei einem davon zeichnete sich ab, dass es erblinden könnte und ich postete ein Filmchen auf Facebook. Wissend, wie schwer es ist, einem blinden Kätzchen in ein sicheres Leben zu verhelfen.

Ein Herbstwunder passierte: Brigitta und Gerhard, die ich auch schon seit vielen Jahren kenne und schätze haben reagiert und sich angeboten, „Lilly“ zu adoptieren, wenn sie gesund und reisefertig ist. Noch in der Nacht kam eine weitere, sehr erfreuliche Nachricht: Lilly solle nicht alleine groß werden und ein zweites Kätzchen darf mitkommen. Ich hatte Lilly bereits bei meiner Ankunft in Kalithea mit einem zweiten kränklichen Kätzchen im Arm. Das sollte Schicksal genug sein, den beiden, die nun „Lilly“ und „Sweety“ heißen, nach ihrer Genesung ein sicheres Katzenleben zu bieten. Lilly und Sweety haben die Eingliederung in ihrer neuen Familie gut geschafft, auch die Anfreundung mit dem Familienhund und der schon vorhandenen Hauskatze steigt von Tag zu Tag.

Vor unserer Abreise von Rhodos durfte ich noch Brigitte und Kostas (Ixy´s Lebensretter) persönlich kennenlernen und freue mich sehr, dass ich solch tolle Menschen zu meinem persönlichen Umfeld zählen darf. Wir schmiedeten gemeinsam mit Mara und Elke viele Ideen, die umsetzbar wären, wenn man die nötige Unterstützung und finanziellen Mitteln hätte. Mein persönlicher großer Vorteil ist, dass Kostas gebürtiger Grieche ist und mir nunmehr beim Übersetzen helfen kann, wenn es notwendig ist.

Ein Ereignis, das mich zu Tränen rührte passierte Ende Oktober. Manuela machte mit ihrer Familie Urlaub in Kalithea. Sie hatten ein Haus gemietet und viele Streunerkatzen kamen und bettelten um Futter. Der Vermieter wollte dies nicht und ich konnte mit Manuela die optimale Betreuung der Katzen klären. Sie schrieb von ihrem Sohn Luke, der seit einem Urlaub auf Kreta sein Sparschwein füllt um das Geld für Tiere zum Einsatz zu bringen. Nach der Rückkehr in Deutschland entschloss sich Luke sein Sparschwein zu opfern und wir durften uns über eine Spende von sage und Schreibe 195,41 € freuen. Lieber Luke! Herzlichen Dank für dein Engagement in deinen jungen Jahren! Danke von unserer Seite und Danke im Namen der Tiere, denen jeder Cent zu Gute kommt. Der kompletten Geschichte haben wir auch einen eigenen Artikel gewidmet – hier geht´s zum Artikel

Der nächste Hilferuf: In der Altstadt von Rhodos haben Klaus und seine Frau eine Katze gesichtet, die extrem abgemagert und in einem sehr schlechten Gesamtzustand war. Ich bat um Fotos um eingrenzen zu können, wo sich in etwa die Katze bewegt und bat Klaus unsere Mara zu kontaktieren, da sie vor Ort war und vielleicht helfen kann. Die Katze wurde wohl erst einige Tage später gefunden. Sie war dermaßen schlimm an Krebs erkrankt, dass das halbe Gesicht bereits zerfressen war. Die Bilder will ich euch ersparen. Mara brachte sie zu unserer Tierärztin, die sie erlöste. Danke, dass Klaus uns seine Frau nicht weggesehen, sondern die Initiative zur Hilfe ergriffen haben.

Ein weiterer Anruf Anfang November von Stefanie und Tatjana. Sie befinden sich bei einem Kreisverkehr in Faliraki. Dort liegt eine verletzte – vermutlich angefahrene Katze – die lebt. Ob ich helfen kann. Adrenalinschub pur. Keine Tierrettung die zum Einsatz kommen könnte… Mir viel Sabrina (eine weitere beherzte Tierschützerin auf Rhodos) ein, die ihr Reisebüro in Faliraki hat und ich hoffte, dass sie an diesem Tag noch geöffnet hat. Ich stellte den Kontakt zu Sabrina her, die die kleine „Nola“ abholte und zur Tierärztin brachte. Es begannen bittere Stunden des Wartens und Hoffens. Dann der Anruf von Sabrina, dass es Nola so schlecht gehe, dass mich die Tierärztin ersucht, sie erlösen zu dürfen. Nola hatte so schwere Gehirnverletzungen erlitten, dass sie halbseitig gelähmt war und auch nicht eigenständig Nahrung zu sich nehmen konnte. Run free little Nola. Ein großer Dank gilt Stefanie und Tatjana, die Nola nicht einfach ihrem Schicksal am Straßenrand überlassen und ihr zumindest die letzten Stunden in Betreuung ermöglichten.

Juliane durfte ich während unserem Herbstaufenthalt persönlich in Kalithea kennenlernen. Sie bat um Hilfe für ein krankes Babykätzchen, dass sie in einer Bucht gesichtet hat und um Hilfe bat. Ich erklärte Juliane wie die Tierschutzarbeit auf Rhodos funktioniert. Trotzdem fuhren Elke und ich am nächsten Tag los und suchten nach dem Kätzchen, leider Ergebnislos…

Der Kontakt zu Juliane aber blieb und ihr Carlos, ein geretteter „Spanier“ wurde auf der Suche nach einem geeigneten Spielkameraden langsam unerträglich. Juliane entschied sich für ein Kätzchen aus Kalithea. Der kleine „Oskar“ durfte sein Köfferchen packen und hatte das Glück im Monat Dezember eine Flugpatin nach Berlin zu finden. Nun lebt Oskar mit Carlos und Juliane in Harmonie in Berlin.

Es gäbe noch viele einzelne Storys zu berichten. Sie würden wirklich den Rahmen eines Berichts sprengen.

Ich wurde erst am Heilig Abend gefragt, warum mein bzw. unser Engagement auf Rhodos und nicht in Österreich passiert. Bei uns gibt es ein Tierschutzgesetz das im Ernstfall anzuwenden ist, eine Exekutive die im Ernstfall eingreift und Tierheime, die unterschiedlich finanziert helfen können.

Auf Rhodos gibt es Nichts, außer der Liebe von Menschen zu Tieren, die teilweise selbst um ihre Existenz bangen müssen und trotzdem tagtäglich Alles geben und an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen. Die Liebe zu Tieren, das bewusste Erleben dieses unbezahlten Engagements der Volontäre vor Ort und der Wunsch, durch persönliches Engagement dem Tierleid vor Ort entgegen zu wirken lässt mich mit meinem „Cats Club Kalithea“ aktiv sein.

Mein Dank gilt euch Allen, sei es durch eure aktive Mithilfe oder euer finanzielles Zutun, das unsere Arbeit erleichtert und das eine oder andere rascher realisieren lassen oder einfach nur Entlastung in finanzieller Not bei der Behandlung von Tieren leisten zu können.

Euch Allen ein gesundes, harmonisches und sorgenfreies 2019 verbunden mit der Bitte, uns weiter in unserer Arbeit zu unterstützen.

Herzlichst, eure Brigitte

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